Terminator Marathon

In den letzten Tagen hatte ich ein wenig Zeit und habe mich mit einer der wohl intellektuell hochwertigsten Filmreihen aller Zeiten befasst: Terminator.

Alle Filme + die Serie

The Terminator (1984)

Das Original. Spannend, düster und obwohl der Bösewicht besiegt wird, ist das Ende kein wirkliches Happy End, denn „Ein Sturm kommt auf“.  Diesen Film habe ich das erste mal Ende der 80er Jahre bei einem Freund als leiernde VHS-Raubkopie gesehen. Trotzdem hat mich das bedrückende Szenario damals sofort gepackt.

Terminator 2 – Tag der Abrechnung (1991)

Geniale Fortsetzung. Die Spezialeffekte mit dem morphenden T-1000 waren zur damaligen Zeit bahnbrechend. Der Soundtrack zum Film war meine erste selbstgekaufte CD und auf einer Klassenfahrt nach Köln habe ich mir in einem Buchladen den Roman zum Film gekauft. Den Film kann man heute immer noch sehr gut schauen, ob ich zum besseren Verständnis der Handlung heute das Buch nochmal lesen würde … äh …. nö!

Terminator 3 – Rebellion der Maschinen (2003)

Der Regisseur der ersten beiden Teile hatte das Boot verlassen, da er seiner Meinung nach nichts neues zur Geschichte hinzuzufügen hatte. Auffallend ist, daß der Terminator mit jedem weiteren Film ein wenig „lustiger“ daherkommt. War es im zweiten Teil noch das „Hasta la vista, Baby“, was aus dem Versuch von John entspringt, den Terminator ein wenig menschlicher wirken zu lassen, so bringt Arnie nun einen coolen Spruch nach dem anderen. Ja, das mag witzig sein, aber mit der erbarmungslosen Maschine aus dem ersten Teil hat das nicht mehr viel zu tun. Egal, trotzdem macht der Film auch heute noch Spaß und bringt für mich die Handlung dieser Trilogie zu einem gelungenen Ende.

Terminator – The Sarah Connor Chronicles – Season 1 & 2 (2008/2009)

Die Serie hatte ich immer auf dem Schirm, bin aber irgendwie nie dazu gekommen, sie mir mal wirklich anzusehen. Die erste Staffel habe ich nun mittlerweile durch und … naja, es ist ganz unterhaltsam anzuschauen, aber man hat auch nichts verpasst, wenn man es nicht gesehen hat. Interessant ist aber, daß man sich hier dazu entschlossen hat, die Ereignisse des dritten Films komplett zu ignorieren. Somit stellt sich spätestens jetzt die Frage, was von dem gesamten Terminatorfranchise eigentlich Kanon ist.

Terminator – Die Erlösung (2009)

Jawoll, endlich mal ein Film, der sich komplett den Geschehnissen um John Connor in der Zukunft widmet. Wirklich sehr gut gemacht. Es gibt sogar einen Kampf mit einem CGI-Arnold. Trotzdem kickt mich der Film jedesmal raus, wenn in den letzten Minuten mal eben so im Feldlazarett eine Herzverpflanzung vorgenommen wird. Offenbar bin ich wohl so gestrickt, daß ich ohne mit der Wimper zu zucken ein die Weltherrschaft ergreifendes Computersystem mit österreichischen Akzent sprechenden Killerrobotern akzeptieren kann, aber eine Herzverpflanzung … unmöglich. Dies war übrigens Teil 1 einer geplanten Trilogie, die niemals vollendet wurde, weil der Film an der Kinokasse gefloppt ist.

Terminator – Genisys (2015)

In diesem Film wird’s ganz chaotisch, da die Maschinen diesmal schon in den 70er Jahren versuchen, Sarah Connor zu töten. Dadurch verändert sich die Zeitlinie und und und und und …. Egal, ich mag solche Zeitreisespielereien. Der Film ist gut. Die Marketingabteilung sollte aber mit einem nassen Lappen verprügelt werden. Wie kommt man denn bitte auf die bescheuerte Idee, den Plot Twist direkt auf dem Kinoplakat zu spoilern? Hätte mich diese Wendung damals unvorbereitet im Kino erwischt, wäre ich wahrscheinlich vom Kinositz geplumpst. Dies war übrigens Teil 1 einer geplanten Trilogie, die niemals vollendet wurde, weil der Film an der Kinokasse gefloppt ist und irgendwie habe ich grad ein Déjà-vu.

Terminator – Dark Fate (2019)

James Cameron, der Mann der mal sagte, er habe der Geschichte nichts neues hinzuzufügen, ist wieder da. Diesmal nicht als Regisseur, sondern als Produzent, aber er hat wieder seine Finger im Spiel. Und weil ihm die ganze Terminatorhistorie viel zu kompliziert geworden ist, ignoriert er alles, was nach dem zweiten Teil passiert ist. Uff, kann man machen. Mit zurück ist auch Linda Hamilton in ihrer Rolle als mittlerweile gealterte Sarah Connor. Es werden gleich zu Beginn des Film mutige Entscheidungen in der Filmhandlung gefällt und der neue fiese Obermotz aus der Zukunft hat natürlich auch wieder ein par neue fiese Tricks drauf. Allerdings wird das Thema „vermenschlichter Terminator“ auf eine Ebene gebracht, die nur noch schwer nachvollziehbar ist, denn nun hat der Terminator, nachdem er seinen Auftrag erfüllt hat, eine Familie, ein Gewissen und ***TROMMELWIRBEL*** einen Job als Inndendekorateur. Oooooookayyy. Und trotzdem macht auch dieser Film Laune und ich würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen, aber …. ihr kennt den Satz: Dies war Teil 1 einer geplanten Trilogie, die niemals vollendet wird, weil der Film an der Kinokasse gefloppt ist.

Es ist einfach nur schade, was da so in den letzten Jahren mit dem Terminator Franchise angestellt wurde und nun stehen wir vor einem Berg von unvollendeten Projekten und fragen uns, wie es überhaupt weitergehen soll. Mit jedem weiteren Misserfolg an der Kinokasse sinkt natürlich die Bereitschaft der Filmemacher, etwas neues zu wagen. Gleichzeitig fragt sich der Kinogänger, warum er denn überhaupt in einen neuen Terminator Film gehen soll, wenn er doch wieder nur einen ersten Teil einer niemals weitergeführten Trilogie zu sehen bekommt. Da beisst sich dann die Katze in den Schwanz und die Situation ist mindestens so vertrackt, wie die Zeitreiselogik des Originalfilms im Bezug auf die Zeugung von John Connor. Manchmal ist es einfach besser, sein Hirn abzuschalten.

DG456 – Alles wird gut

Bleibt gesund!

DG455 – Captain Corona

10 Minuten Baldriantee zum hören für alle, die sich in den letzten Tagen von der allgemeinen Berichterstattung zum Coronavirus haben verrückt machen lassen.

Quellen für die verwendeten Zahlen: tagesschau.de, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Wikipedia

Musik: Chris Hülsbeck – The Heroes

DG454 – Rücktritt

In der letzten Woche gab es einen Rücktritt nach dem anderen: Annegret Kramp-Karrenbauer, Jürgen Klinsmann, Kardinal Marx. Manchen davon hatte man erwartet, mancher kam überraschend und auf andere wartet man noch vergeblich. In einem sind sie aber alle gleich. Die letzten Worte des Scheidenden sind stets gewichtig und gerne tränengeschwängert.

Am Ende der Folge gibt es übrigens noch eine kleine Überraschung für alle Hörer, die gerne einen kompletten Feed mit allen Epsioden von Dübels Geistesblitz hätten. Ups, hab ich jetzt gespoilert?

DG453 – Vorsicht Falle

Auch im Jahr 2020 ist das Leben nicht immer unbedingt einfach. Überall versucht man, Menschen um ihr Erpartes zur bringen oder sich andere Vorzüge durch raffinierte Gaunereien zu erschleichen. In dieser Ausgabe von Dübels Geistesblitz habe ich einmal zwei Fälle aufgegriffen, die hoffentlich für ein wenig Aufklärung sorgen und euch helfen, nicht in diese Fallen zu tappen.

Musik: “Through the Blizzard” von Chris Hülsbeck und Helenenmarsch